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Languedoc-Roussillon

Kathedralen, Kirchen, Klöster und mittelalterliche Städte

In Kooperation mit dem Zentral-Dombau-Verein zu Köln



Reisetermin: 10.09. - 16.09.2018
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Das Languedoc und das angrenzende Roussillon ist eine Landschaft voller Dramatik und Schönheit und zugleich gibt es dort so einmalige Architekturdenkmäler wie etwa die ummauerte Stadt Carcassonne, die zugleich Mittelalterliche Stadt und Vorzeigedenkmalprojekt des 19. Jahrhunderts ist.
Die Burgen der Katharer, dieser zuerst so erfolgreichen und letztendlich ausgerotteten „Reformbewegung“ des Mittelalters werden wir sehen und dabei deren glücklose Geschichte erfahren. Neben etlichen kleinen romanischen Kirchen werden wir aber auch so berühmte Kirchenbauten wie die, der Kathedrale von Narbonne, Montpellier und nicht zuletzt die Kirchen in Toulouse besuchen.
Obwohl dieses Gebiet so reich ist, gehört es nicht zum bevorzugten Reiseland der Deutschen; lernen Sie es mit uns kennen.
Ihre
Prof. Dr. Barbara Schock-Werner


1. Tag Köln – München – Toulouse – Fontfroide – Perpignan

Flug mit Lufthansa von Köln über München nach Toulouse (andere Abflughäfen auf Anfrage). Nach der Ankunft fahren Sie im modernen Reisebus nach Fontfroide und besuchen das ehemalige Zisterzienserkloster. 1093 als Benediktinerabtei gegründet und seit 1145 dem Zisterzienserorden als Filiation von Clairvaux angehörig, liegt diese Abtei abgeschieden im kleinen Tal der Corbières. Die gute Erhaltung der Anlagen, heute in Privatbesitz, ist dem Umstand zu verdanken, dass die Abtei nach der französischen Revolution in ein Krankenhaus umgewandelt wurde. Sie liegt eingebettet in eine Senke, umgeben von Bergen und begeistert den Besucher durch die Stille des Ortes.
Im Anschluss an die Besichtigung erreichen Sie Perpignan und beziehen Ihr erstes Standorthotel für die nächsten 3 Übernachtungen.

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2. Tag Perpignan – Caixas – Perpignan

Am Vormittag besichtigen Sie Perpignan, die ehemalige Hauptstadt der Grafen des Roussillon und der Könige von Mallorca, heute eine lebhafte Handelsstadt mit schöner Altstadt. Hier begegnet Ihnen das Castillet, das einzige erhaltene Stadttor und zugleich Wahrzeichen der Stadt. Die Loge de Mer, ehemals Handelskammer und Seehandelsgericht sowie das Hôtel de Ville mit schönen schmiedeeisernen Gittern (18. Jh.) laden zum Verweilen ein. Auf Ihrem Rundgang sehen Sie außerdem die Kathedrale St. Jean, deren Bau 1324 begonnen und 1509 geweiht wurde.
Über der Stadt thront der mächtige Palast der Könige von Mallorca. Bei einer Außenbesichtigung haben Sie einen wunderschönen Blick auf die Stadt und die weite Landschaft.
Die Region bietet jedoch nicht nur kulturelle Kostbarkeiten, sondern auch kulinarische Leckerbissen. Sie besuchen eine typische Käserei und erfahren während eines Rundgangs Interessantes über die Produktion des Käses. Eine Kostprobe rundet die Besichtigung ab.
Rückfahrt nach Perpignan. Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung.

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3. Tag Serrabone – Villefranche de Conflent – St. Martin de Cannigou

Der heutige Tag führt Sie in die herrliche Landschaft der Pyrénées-Orientales. Mit dem Bus fahren Sie zunächst durch das Flusstal des Têt bis Ille-sur-Têt. Dort steigen Sie um auf kleinere Fahrzeuge, die Sie über eine schmale, gewundene Straße auf 600 m Höhe zum Priorat von Serrabone bringen. Noch Mitte des letzten Jahrhunderts gab es hier nur Eselspfade, über die die Bewohner der weit verstreuten Ansiedlungen zu ihren Häusern kamen. Die schmale Straße durch die wunderbare Landschaft endet am Priorat. Im Inneren überrascht das schlichte Gebäude durch seinen herrlichen Skulpturenschmuck und die reich ausgestaltete Empore aus rosa Marmor.
Erfreuen Sie sich an der malerischen Landschaft weitab jeder menschlichen Ansiedlung.
Villefranche-de-Conflent, die 1090 gegründete Festungsstadt, malerisch im Tal des Têt gelegen, ist Ihr nächstes Ziel. Der Ort gilt heute als eines der schönsten Dörfer Frankreichs und zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Ein Rundgang durch den mittelalterlichen Ortskern, der noch Reste der einstigen Stadtmauer aufweist, versetzt Sie zurück in vergangene Zeiten. Genießen Sie das besondere Flair der verwinkelten Straßen sowie gemütlichen Restaurants und lassen Sie die Seele baumeln.
Ganz Unermüdliche wagen in der Mittagspause den Aufstieg zum Fort Liberia und werden belohnt mit einem einmaligen Panorama auf die Stadt.
Anschließend besuchen Sie St. Martin du Canigou. In fast 1.100 m Höhe auf einem Felsplateau, uneinnehmbar wie eine Festung, liegt das Kloster in der be-eindruckenden Bergwelt der Ostpyrenäen. Nur mit Jeeps ist dieses Kleinod frühromanischer Architektur zu erreichen. Ein ganz besonderes Erlebnis, das Sie so schnell nicht vergessen werden.

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4. Tag Carcassone – Lagrasse – Cap d’Agde

Sie besuchen Carcassonne. 1209 von Simon de Montfort erobert, wurde die Stadt wichtige Basis für seinen grausamen Krieg gegen die Katharer. Die Silhouette der mittelalterlichen Festungsstadt ist weltbekannt und nicht umsonst Weltkulturerbe der UNESCO. Die Altstadt wurde von Eugène Viollet-le-Duc im 19. Jh. eindrucksvoll restauriert und sieht aus, als sei sie seit dem Mittelalter unverändert. Sie ist von 52 Türmen, 2 Ringmauern sowie einer 3 km langen Stadtmauer umgeben. Während eines Rundgangs erfahren Sie Interessantes über die Geschichte der Cité.
Mitten in der Altstadt stehen die Basilika St. Nazaire und die Festung mit ihren Anfängen aus dem 12. Jh. Die Basilika gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten im Süden Frankreichs. Die Fenster – vor allem die der Apsis – weisen teilweise noch die originale Verglasung aus dem 14. und 16. Jh. auf. Das Chorscheitelfenster zeigt Szenen aus der Passion Christi.
Weiterfahrt nach Lagrasse, eines der schönsten Dörfer Frankreichs. Der Ort war jahrelang geprägt von der Benediktinerabtei Ste. Marie d’Orbieu. Mit ihrer Gründung im Jahre 779 wurde die Abtei das erste religiöse Zentrum im Languedoc und stand unter besonderem Schutz Karls des Großen. Von der ursprünglich reichen Ausstattung zeugen heute einige Fragmente eines früheren Portals, ein Turm, die Kirche sowie zwei Kreuzgänge und das Haus des Abts.
Sie erreichen Cap d’Agde und beziehen Ihr Hotel für die nächsten 3 Übernachtungen.

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5. Tag Montpellier – Valmagne

Bei einem Rundgang erleben Sie das besondere Flair Montpelliers. Das Stadtbild ist geprägt von herrschaftlichen Stadtpalästen aus dem 17. und 18. Jh. Aufgrund der ältesten medizinischen Fakultät Europas war Montpellier von jeher das Zentrum vieler Kulturen. Sie besuchen die festungsartige Kathedrale St. Pierre, das einzige Gotteshaus in Montpellier, das nicht in den Religionskriegen vollständig zerstört wurde. Auch wenn die Kathedrale im gotischen Stil erbaut wurde, erinnert sie an die einschiffigen romanischen Kirchen dieses Küstenstreifens.
Weiterfahrt nach Valmagne. Hier befindet sich die Abtei Ste. Marie de Valmagne, ein ehemaliges Zisterzienserkloster. Bereits im 18. Jh. baute man die Kirche in einen Weinkeller um. In die Joche der Seitenschiffe und in die Chorkapellen wurden riesige Holzfuder gestellt, in denen der Wein reift. Seit jeher gilt Valmagne als ein bedeutendes Weingut und wird auch „Kathedrale des Weins“ genannt. Die Verantwortung ihres einmaligen, historischen und architektonischen Erbes liegt seit mehr als 150 Jahren in den Händen derselben Familie, die die Kathedrale im Juli 1838 erwarb. Der lichtdurchflutete Kreuzgang ist ein Inbegriff mediterraner Schönheit und verbreitet zugleich feierliche, meditative Ruhe.
Im Anschluss an die Besichtigung haben Sie die Gelegenheit die Weine der Abtei zu verkosten.

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6. Tag Canal du Midi – Béziers – Narbonne

Der heutige Ausflug bringt Sie zum Canal du Midi, eine Wasserstraße, die den Atlantik über die Garonne mit dem Mittelmeer verbindet. Schon die Römer träumten von diesem Kanal, doch erst Ende des 17. Jh.s konnte das Vorhaben durch Paul Riquet realisiert werden. Der Canal du Midi, der 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, ist mit verschiedenen Kunstbauwerken gespickt. Eines davon sind die 9 Schleusen von Fonseranes, die einen Höhenunterschied von 21,50 m über eine Länge von 300 m überbrücken. Genießen Sie, umgeben von Platanen, eine Bootsfahrt auf dem Kanal.
Danach besichtigen Sie Béziers, eine malerische Stadt und Mittelpunkt des Weinbaus. Einst wichtige Hochburg der Katharerbewegung wurde die Stadt 1209 im Albigenser-Kreuzzug zerstört.
Die Pracht der festungsartigen ehemaligen Kathe-drale St. Nazaire, die auf einer Anhöhe gelegen ist und im Laufe mehrerer Jahrhunderte erbaut wurde, versetzt den Besucher in die mehr als 10 Jahrhunderte währende Geschichte des Languedoc zurück.
Anschließend wandeln Sie auf den Spuren des bekannten Bildhauers Jean-Antoine Injalbert dessen Skulpturen über die gesamte Stadt verteilt sind. Für seine ausdrucksstarken Werke, die der Zeit des Neoklassizismus zugeordnet werden, erhielt er u. a. den „Prix de Rome“, eine erstmals im 17. Jh. an Bildende Künstler verliehene Auszeichnung, die mit einem Stipendium und einem mehrjährigen Aufenthalt in Rom verbunden war. Eine seiner bekanntesten Skulpturen ist sicherlich die „Marianne“, die Nationalfigur Frankreichs. Erfahren Sie während eines Rundgangs Wissenswertes über das Leben und Schaffen dieses Künstlers.
Sie beschließend den Tag in Narbonne. Die in der Küstenebene des Languedoc liegende Stadt war die Hauptstadt der Provinz Gallia Narbonensis, Residenz der westgotischen Könige und ehemaliger Erzbischofssitz. Sie sehen den Palast der Erzbischöfe (Außenbesichtigung) und die Kathedrale St. Just und St. Pasteur. Ihr Bau wurde 1272 im Stil der großen Kathedralen Nordfrankreichs begonnen, jedoch nie fertig gestellt. Nur der hochgotische Chor zeugt heute von dem gewaltigen Bauvorhaben.
Gemeinsames Abendessen.

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7. Tag Toulouse – München – Köln

Zum Abschluss der Reise kommen Sie nach Toulouse. Die Stadt, die heute als moderne Industriestadt gilt, beherbergt eine Vielzahl historischer Bauwerke. Die Kirche St. Sernin ist die größte romanische Kirche Frankreichs. Sie ist fünfschiffig mit Emporen und wurde erstmals im Jahre 1096 geweiht. Das Bauwerk diente unter anderem als Vorbild für Santiago de Compostela. Eindrucksvoll ist auch die zweischiffige Hallenkirche „Les Jacobines“ der Dominikaner von 1235. Das Bauwerk gehört zu den außergewöhnlichsten Gebäudekomplexen des Mittelalters. Bereits im Jahr 1840 wurde es in die erste Liste der „Monuments historiques“ aufgenommen. Von außen ist die Kirche gänzlich aus Ziegelsteinen erbaut. Der herrliche Innenraum, eine lichte Halle, wird durch mächtige, aber dennoch schlank wirkende Strebepfeiler gestützt und gleichzeitig in zwei 28 m hohe Schiffe gegliedert. Die Netzgewölbe werden im Chor zu einem palmenartigen Fächer.
Anschließend heißt es Abschied nehmen. Transfer zum Flughafen Toulouse und Rückflug über München nach Köln.

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Bildnachweis:

Narbonne Cathedrale Saint Just et Saint Pasteur CCBYSA Benh LIEU SONG at wikimedia.commons
Abtei Fontfroide CCBY hsivonen at flickr
Pyrénées Orientales Frankreich CCBYSA Toni87-at wikimedia.commons
Carcassonne CCBY Yellow Cat at flickr
Abbaye de Sainte Marie de Valmagne CCBYSA Daniel Villafruela at wikimedia.commons
Toulouse St. Sernin CCBY chantrybee at flickr

Creative-Commons-Lizenzen:
CC BY (Namensnennung)
CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Höhepunkte

  • Landschaft der Pyrénées-Orientales
  • Carcassonne, Weltkulturerbe der UNESCO
  • Weinverkostung in der „Kathedrale des Weins“
  • Bootsfahrt auf dem Canal du Midi
  • Kathedrale St. Just und St. Pasteur in Narbonne
  • Toulouse

Narbonne Cathedrale Saint Just et Saint Pasteur CCBYSA Benh LIEU SONG at wikimedia.commons
Abtei Fontfroide CCBY hsivonen at flickr
Pyrénées Orientales Frankreich CCBYSA Toni87-at wikimedia.commons

Reiseverlauf

  1. Köln – München – Toulouse – Fontfroide – Perpignan
  2. Perpignan – Caixas – Perpignan
  3. Serrabone – Villefranche de Conflent – St. Martin de Cannigou
  4. Carcassone – Lagrasse – Cap d’Agde
  5. Montpellier – Valmagne
  6. Canal du Midi – Béziers – Narbonne
  7. Toulouse – München – Köln


Carcassonne CCBY Yellow Cat at flickr
Abbaye de Sainte Marie de Valmagne CCBYSA Daniel Villafruela at wikimedia.commons
Toulouse St. Sernin CCBY chantrybee at flickr

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Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Dombaumeisterin i.R.

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  • 10.09.2018 – 16.09.2018