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Polen und seine ehemaligen Zisterzienserklöster

In Kooperation mit dem Altenberger Dom-Verein e.V.

Reisebegleitung: Catrin Riquier, Altenberger Dom-Verein, Kunsthistorikerin



Reisetermin: 09.05. - 15.05.2018
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Diese Reise führt Sie durch die schönen Landschaften Polens mit seinen zahlreichen Klöstern des Zisterzienserordens. Einen engen Bezug zu Altenberg werden die Besuche der Tochterklöster herstellen.
Sie besichtigen zunächst die historische Altstadt der zugleich modernen Stadt Posen mit ihren malerischen Renaissance- und Barockbauten und dem Posener Dom.
In den folgenden Reisetagen besuchen Sie unter anderem Wagrowiec, wo sich einst die Altenberger Mönche niederließen, Gnesen, das erste polnische Erzbistum, mit der gotischen Kathedrale Maria Himmelfahrt und das ehemalige Zisterzienserkloster Lond, drittes Tochterkloster von Altenberg.
Ebenfalls begeistern wird Sie die reiche historische Sammlung im heutigen Museum des Klosters Paradyz, die unter anderem wertvolle, alte Drucke, viele liturgische Bücher, Gefäße und Gewänder sowie Reliquiare der Heiligen bewahrt.
Abschließend besuchen Sie Stargard, eine der ältesten pommerschen Städte. Die Großstadt Stettin mit seinen architektonischen Höhepunkten rundet diese Reise ab.


1. Tag Köln – Berlin – Posen

Fahrt mit dem Zug von Bergisch Gladbach nach Berlin-Spandau. Hier steigen Sie um in den Reisebus und fahren weiter bis nach Posen, ca. 175 km von der deutschen Grenze entfernt.
Zimmerbezug und 4 Übernachtungen.

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2. Tag Posen – Thorn – Masuren

Am Vormittag besichtigen Sie Posen, die Hauptstadt der Provinz Wielkopolska (Großpolen).
Posen ist eine der ältesten Städte des Landes. Die erste Siedlung soll es bereits im 9. Jh. gegeben haben. In jüngster Zeit hat sie sich zu einer modernen Industriestadt, u.a. mit einer Waggonfabrik und einem VW-Werk entwickelt.
Bei einem Spaziergang durch die Altstadt kommen Sie entlang der malerischen Renaissance- und Barockbauten. Das Rathaus erinnert an italienische Städte, die Pfarrkirche an die Jesuitenkirche "II Gesu" in Rom.
Auf der Dominsel – hier wurde bereits 968 das älteste Bistum Polens gegründet – thront der Posener Dom. Im Innenraum der Goldenen Kapelle befindet sich die Ruhestätte der ersten beiden Herrscher von Polen: Mierszko I. und Boleslaw der Tapfere.
Nach einer individuellen Mittagspause fahren Sie weiter nach Wagrowiec. Das Kloster, das hier vermutlich bis 1392 gestanden hat, ist nur aus den Abbildungen in der Altenberger Abtschronik bekannt. Das heutige Gebäude ist ein rekonstruierter Bau im Stil des Spätbarocks, teilweise aufgebaut auf den Fundamenten und Mauern des gotischen Vorgängerbaus. Von der einst reichen Kirchen- und Klosterausstattung ist durch den Brand von 1945 leider fast nichts mehr erhalten. Das wertvollste Kunstdenkmal, das den Zweiten Weltkrieg überstanden hat, ist eine hölzerne polychromierte Skulptur der Maria mit Kind aus dem Jahre 1510.
Im Kreuzgang des Klosters behandelt eine Ausstellung die Geschichte des Klosters sowie eine ausführliche Präsentation über Altenberg als Mutterabtei.
Nach der Besichtigung Rückfahrt nach Posen

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3. Tag Gnesen – Mogilno – Kloster Lond

Das erste Ziel heute ist Gnesen, wo Sie die erste Landeshauptstadt und zugleich das erste polnische Erzbistum kennenlernen. Während des Rundgangs besichtigen Sie die gotische Kathedrale Maria Himmelfahrt, das Grab des hl. Adalberts und die romanische Bronzetür.
Anschließend Weitefahrt nach Mogilno am gleichnamigen See. In den Mauern des Europäischen Begegnungszentrums „Wojciech-Adalbert“ findet sich der Geist der Vergangenheit der Benediktinertradition.
Individuelle Mittagspause in Mogilno.
Am Nachmittag besuchen Sie das Kloster Lond, das an der Warthe liegt und im Jahr 1175 durch Herzog Miezko gestiftet wurde. Die ehemalige Zisterzienserabtei war ein sogenanntes „Altenberger-“ oder „Kölner-Kloster“: bis Mitte des 16. Jh. wurde es nur mit Kölner Mönchen besetzt. Im Jahr 1553 verließen diese das Kloster und die sogenannte „polnische“ Periode begann. 1796 wurde der größte Teil des Grundbesitzes durch das Königreich Preußen eingezogen. Nach dem Zweiten Weltkrieg dienten die ehemaligen Zisterzienserobjekte der Seelsorge und einem neuen, niederen und später einem höheren Priesterseminar.

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4. Tag Paradyz – Obra

Sie fahren nach Paradyz und besuchen das ehemalige Zisterzienserkloster. Das Kloster wurde vom Posener Woiwoden Bronisch-Doliwow gestiftet; die erste Ausstattung bestand aus seinen Familiengütern. Im 13. Jh. wuchsen die Ländereien der Gemeinschaft systematisch durch Ankauf und Tausch sowie durch Neugründung von Dörfern und Städten durch die Abtei.
Heute befinden sich in den Gebäuden das Priesterseminar der Diözese Zielona Góra-Gorzów und die Filiale der Theologischen Fakultät der Adam Mickiewicz Universität. In den historischen Räumen des Klosters ist seit 1999 ein Museum eingezogen. Dort ist eine reiche Sammlung von historischen Andenken zu sehen, die die Zisterzienser in Paradyż hinterlassen haben. Bewundern Sie unter anderem wertvolle, alte Drucke, viele liturgische Bücher, Gefäße und Gewänder sowie Reliquiare der Heiligen. Diese Sammlung ist eine der reichsten in ganz Polen.
Nach der Besichtigung und einer gemeinsames Mittagspause unterwegs fahren Sie zum Zisterzienserkloster Obra, ein ehemaliges Tochterkloster Altenbergs.
Das Kloster liegt im gleichnamigen Ort und am Fluss Dojca, einem Nebenflüsschen der Obra und ist heute ein Heim für pensionierte Priester.
Auf der Rückfahrt besichtigen wir die Klosterkirche in Przemet.

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5. Tag Kolbatz – Stargard – Marianowo

In Kolbatz besuchen Sie eine weitere Zisterzienserabtei. Aktiv war sie vom Ende des 12. Jh. bis 1535, damals das erste Kloster in Pommern östlich der Oder. Im Besitz des Kolbatzer Klosters waren weite Landgüter, Seen und Städte. Erhalten sind der Klosterkeller und das Erdgeschoss des Westflügels sowie das Haus des Abtes und zwei Wirtschaftsgebäude.
Die heutige Herz-Jesu-Kirche des Klosters gehört der römisch-katholischen Pfarrgemeinde.
Zeit für ein gemeinsames Mittagessen.
Danach erreichen Sie Stargard, eine der ältesten pommerschen Städte, für einen kurzen Stadtrundgang. Trotz der schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, erinnern noch zahlreiche Baudenkmäler der Backsteingotik an die Architektur der alten Hansestadt.
Während des 30jährigen Krieges erlitt das Kloster Marianowo zahlreiche Schäden. 1689 unternahm man eine tiefgreifende Sanierung der Kirche. 1851 wurde der Klosterflügel und 1892 erneut die Kirche saniert. Seit 1945 wurde die Kirche mit dem bestehenden Teil des Klosterflügels von der römisch-katholischen Pfarrei übernommen. In der Klosterkirche fand man während Sanierungsarbeiten unter der Schicht der Wandmalerei aus dem 19. Jh. die Spuren der früheren Malerei aus der ersten Hälfte des 16. Jh. Den Kunstrestauratoren gelang es, eine Wandmalerei vollständig freizulegen. Sie befindet sich in der Predella des Altars und stellt die Grablegung dar.
Zimmerbelegung für 2 Nächte in Stettin.

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6. Tag Stettin

Heute besichtigen Sie die Großstadt Stettin mit knapp 410.000 Einwohnern. Bei einem Stadtrundgang kommen Sie vorbei an den bekannten Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel an der Hakenterrasse. Das 500 m lange, komplett aus Sandstein gebaute Bauensemble ist nach dem langjährigen Oberbürgermeister Hermann Haken benannt (Außenbesichtigung). Weiter kommen Sie zum Schloss der pommerschen Herzöge und zu den barocken Toren aus preußischer Zeit. Auch besuchen Sie die Neustadt, die in der wilhelminischen Aera nach Pariser Modell entstand.
Gründerzeit und Jugendstil reichen sich hier die Hand; Neugotik, Neue Sachlichkeit und Bauhaus sind weitere Stile, die sich im Stadtbild wiederfinden. Am Nachmittag machen Sie einen Ausflug nach Kamień Pomorski und lauschen hier, in der Kathedrale St. Johannes, einem Orgelkonzert.
Weiterfahrt nach Misdroy, einem der bekanntesten Badeorte an der Ostseeküste an der Pommerschen Bucht. Hier haben Sie individuell Zeit um zum Beispiel an der etwa 2 km langen Strandpromenade entlang zu schlendern.
Anschließend fahren Sie zurück nach Stettin.
Gemeinsames Abendessen.

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7. Tag Stettin – Köln

Heute heißt es Abschied nehmen. Mit dem Bus erreichen Sie wieder Berlin-Spandau. Rückfahrt mit dem Zug nach Bergisch Gladbach.

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Bildnachweis:

Paradyz CCBYSA Merlin at wikimedia.commons
Posen CCBY flightlog at flickr
Kloster Lond CCBYSA Zbigniew Tomczak at wikimedia.commons
Kloster Obra CCBYSA Jerzy at wikimedia.commons
Historische Bauten in Stargard CCBY hectorlo at flickr
Stettin CC0 neufal54 at pixabay

Creative-Commons-Lizenzen:
CC BY (Namensnennung)
CC BY SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Höhepunkte

  • Bahn- und Bus-Reise
  • Übernachtung in zentralen Hotels in Posen und Stettin
  • Besuch der Tochterklöster des Altenberger Doms
  • Fährfahrt auf dem Beldahn-See
  • Orgelkonzert

Paradyz CCBYSA Merlin at wikimedia.commons
Posen CCBY flightlog at flickr
Kloster Lond CCBYSA Zbigniew Tomczak at wikimedia.commons

Reiseverlauf

  1. Köln – Berlin – Posen
  2. Posen – Thorn – Masuren
  3. Gnesen – Mogilno – Kloster Lond
  4. Paradyz – Obra
  5. Kolbatz – Stargard – Marianowo
  6. Stettin
  7. Stettin – Köln


Kloster Obra CCBYSA Jerzy at wikimedia.commons
Historische Bauten in Stargard CCBY hectorlo at flickr
Stettin CC0 neufal54 at pixabay

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Reisebegleitung

Reisebegleitung: Catrin Riquier, Altenberger Dom-Verein, Kunsthistorikerin

Termine

  • 09.05.2018 – 15.05.2018